Die Trimester und Geburtsvorbereitung

1. TRIMESTER

Vor allem in den ersten drei Monaten (1. Trimester) leiden viele Schwangere unter Übelkeit und Erbrechen sowie starker Müdigkeit und Kopfschmerzen. Dies ist auf die Hormonumstellung des Körpers zurückzuführen, denn er bereitet sich auf die Versorgung des Kindes vor. Meistens gehen diese Beschwerden nach dem 1. Trimester zurück. Halten sie an, können sie zu einer Gewichtsabnahme und Flüssigkeitsmangel führen, wodurch Mutter und Kind gefährdet werden. Deshalb sollte in diesem Fall ärztliche Unterstützung gesucht werden.

Die Hormonumstellung bewirkt auch ein Auflockern von Bändern und Sehnen. Als Vorbereitung ist dies eine optimale Strategie, damit sich der Beckenboden unter der Geburt besser dehnen kann. Es kann aber andererseits auch zu muskulären Verspannungen führen und somit Rückenschmerzen begünstigen.

Osteopathische Behandlungen können Blockaden lösen, die etwa aufgrund eines Kaiserschnitts bei einer vorherigen Geburt, aber auch einer Blinddarmnarbe oder als Folgen einer anderen Bauchoperation entstanden sind. Ebenso können Stürze aufs Becken, Blockierungen der Wirbelsäule oder der Rippengelenke den Verlauf der Schwangerschaft negativ beeinflussen und osteopathisch behoben werden.

Osteopathie unterstützt dabei, diese Umstellungsphase leichter zu durchleben.

Außerdem konzentriert sich die osteopathische Behandlung in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft darauf, die Einnistung, Zellteilung und die Versorgung des Embryos bestmöglich zu unterstützen, sowie die Beweglichkeit von Becken, Muskeln und Gelenken der Mutter, zu überprüfen und ggf. wiederherzustellen.

Es gibt noch einen weiteren Punkt, weshalb sich die Osteopathie empfiehlt. Während einer normalen Schwangerschaft sollte die Mutter möglichst keine Medikamente einnehmen. Was aber soll eine Schwangere z.B. bei Kopfschmerzen oder Migräne tun? Hier kann die Osteopathie oft für Linderung sorgen, so dass auf Medikamente wie etwa Schmerzmittel verzichtet werden kann.

2. TRIMESTER

Im mittleren Teil der Schwangerschaft wächst das Baby merklich. Die anfänglichen Beschwerden wie Übelkeit und Müdigkeit verbessern sich meistens.

Durch das heranwachsende Kind verändert sich die Statik der Mutter und die Gewebe werden weiterhin weicher. Das kann zur Folge haben, dass Dysfunktionen, die vielleicht schon seit Jahren bestehen, nun nicht mehr kompensiert werden können und erstmals Beschwerden verursachen.

Manche Babys senken sich zu früh, also schon weit vor der 30. Schwangerschaftswoche und liegen stabil in Schädellage. Der Kopf befindet sich dann bereits im Becken der Mutter und das Kind kann sich somit nicht mehr als Ganzes bewegen, sondern „zappelt“ nur noch. Solche Kinder weisen dann nach der Geburt oft Blockierungen an den obersten Halswirbeln auf und zeigen Schädelasymmetrien. Ursachen für die frühe Senkung können Probleme im Oberbauchbereich oder ein blockiertes Zwerchfell der Mutter sein. Dies drückt das Kind nach unten und leicht nach vorn und nimmt so dem Kind den Platz, um sich frei bewegen zu können.
Ein blockiertes Zwerchfell lässt sich meist sehr gut osteopathisch behandeln und befreit das Kind aus seiner zu frühen Schädellage. Auch Sodbrennen, welches eine häufige Begleiterscheinung der Schwangerschaft darstellt, verbessert oder verschwindet oft durch eine Behandlung des Zwerchfells.

Im zweiten Trimester geht es osteopathisch gesehen im Wesentlichen darum, die Gebärmutter beweglich zu halten und die sich verändernde Statik auszugleichen.

3. TRIMESTER UND GEBURTSVORBEREITUNG

Eine osteopathische Behandlung in der Schwangerschaft bietet sich nicht nur bei Beschwerden sondern auch zur Geburtsvorbereitung an. Sie tut dem Kind und der Mutter gut, weil sie ein gleichmäßiges Wachstum der Gebärmutter und die Durchblutung der Plazenta fördert.

Der Beckenboden wird vorbereitet und eine optimale Beweglichkeit der Wirbelsäule, des Beckens und des Zwerchfells erreicht. Mit sanften Techniken stellt der Osteopath die Strukturen des Beckenrings und der beteiligten Weichteile wie Muskeln, Bänder und natürlich die beteiligten Organe selbst auf den Geburtsvorgang ein.

Wichtig ist auch eine freie Beweglichkeit von Kreuzbein und Steißbein.

Durch kraniosakrale Techniken kann die Ausschüttung von Hormonen reguliert und somit die Wehentätigkeit positiv unterstützt werden.

Alle vorgenannten Faktoren sind essentiell, damit die werdende Mutter entspannt in die Geburt gehen kann und diese für Mutter und Baby ein angenehmes Erlebnis wird.

Beschwerden im letzten Trimester können durch das zunehmende Gewicht des Kindes und die damit veränderte Statik entstehen. So sind Schmerzen im Lendenwirbelsäulenbereich (eventuell mit Ausstrahlung in die Beine) sowie Abflussstörungen von Blut und Lymphe (Wassereinlagerungen, Krampfadern, Hämorrhoiden, Vaginalvarizen) nicht selten und können durch osteopathische Behandlungen oft gelindert werden.

Auch die gewünschte Schädellage bzw. das Absenken des Babys in das Becken kann in einigen Fällen durch sanfte Behandlungen erreicht werden.

Osteopathie ist also in allen Phasen der Schwangerschaft zu empfehlen und auch nach der Geburt ein wichtiger Teil der Rückbildung. Mehr dazu erfahren Sie in der nächsten Woche.

Kontakt

Dr. med. vet. Stefanie Arnold-Gniza
Heilpraktikerin

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